Recht und geistiges Eigentum
Definition
Eine Verjährungsfrist ist eine gesetzliche Regelung, die die maximale Zeit festlegt, innerhalb derer nach einem Ereignis ein Rechtsverfahren eingeleitet werden kann. Ist die Frist abgelaufen, ist der Anspruch unabhängig von seiner Begründetheit verjährt. Verjährungsfristen variieren je nach Gerichtsbarkeit und Anspruchsart.
Verjährungsfristen variieren je nach Anspruchsart. Gängige Zivilfristen: Personenschäden 2–3 Jahre, Vertragsverletzungen 4–6 Jahre, Betrug 3–6 Jahre, bundesrechtliche Bürgerrechtsansprüche 2–4 Jahre. Strafrechtliche Fristen gelten in der Regel nicht für Mord oder schwere Verbrechen. Die Frist beginnt in der Regel mit der schädigenden Handlung oder wenn der Kläger den Schaden entdeckt hat oder hätte entdecken müssen ('Entdeckungsregel'). Bestimmte Umstände hemmen die Frist: arglistige Verheimlichung durch den Beklagten, Minderjährigkeit oder Geschäftsunfähigkeit des Klägers oder andauernde Verletzungen. In Steuerangelegenheiten hat der IRS grundsätzlich drei Jahre ab Einreichungsdatum für eine Betriebsprüfung, sechs Jahre bei mehr als 25-prozentigem Einkommensunterschlag und unbegrenzt bei Betrug oder Nichteinreichung.
Das Versäumen einer Verjährungsfrist schließt Ihren Rechtsanspruch endgültig aus — unabhängig davon, wie begründet er ist. Wenn Sie vermuten, einen rechtlichen Anspruch zu haben, ist die schnellstmögliche Konsultation eines Anwalts unerlässlich, um Ihre Rechte zu wahren.
Verfasst von James Chae — Mitgründer, Expert Sapiens
Geprüft März 2026