Finanzen und Buchhaltung
Definition
Die Bruttomarge ist der Umsatz abzüglich der Herstellungskosten (COGS), ausgedrückt als Prozentsatz des Umsatzes. Sie misst, wie viel von jedem Umsatz-Euro nach den direkten Produktions- oder Lieferkosten verbleibt — vor Betriebsausgaben wie Vertrieb, Marketing und F&E.
Bruttomarge = (Umsatz − COGS) ÷ Umsatz × 100. COGS umfasst direkte Kosten: Rohmaterialien, Fertigungslöhne, Cloud-Hosting-Kosten für SaaS, Kosten für erbrachte Beratungsleistungen. Sie schließt indirekte Kosten wie Gehälter für Vertriebs-/Marketingteams, F&E und allgemeine Verwaltung aus. Bruttomargenbenchmarks variieren erheblich je nach Branche: SaaS-Unternehmen erzielen typischerweise 70–85 %; Beratungsunternehmen 30–50 %; Einzelhandel 25–50 %; Fertigung 20–40 %. Die Bruttomarge ist ein kritischer Input in die Stückökonomie — ohne eine Bruttomarge über Ihren Kundenakquisitionskosten-Amortisierungszeitraum kann kein profitables Unternehmen aufgebaut werden. Investoren beobachten Bruttomargentrends genau: Eine sinkende Bruttomarge bei wachsendem Unternehmen signalisiert oft Preisdruck, Kosteninflation oder einen Wechsel zu margenarmen Produkten.
Die Bruttomarge ist das Fundament der Unternehmensökonomie — sie bestimmt, ob ein Unternehmen im großen Maßstab jemals profitabel sein kann. Das Verständnis der Bruttomarge nach Produkt, Kundensegment und Kanal ist für Preisentscheidungen, Produktmixstrategie und Investorengespräche unerlässlich.
Verfasst von James Chae — Mitgründer, Expert Sapiens
Geprüft Juni 2026