Finanzen und Buchhaltung
Definition
EBITDA steht für Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation, and Amortization (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte). Es ist ein weit verbreitetes Maß für die operative Ertragskraft eines Unternehmens, das die Effekte von Finanzierungsstrukturen, Steuerumgebungen und nicht zahlungswirksamen Buchungsposten herausrechnet.
EBITDA errechnet sich als: Nettoeinkommen + Zinsaufwand + Steuern + Abschreibungen auf Sachanlagen + Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte. Es approximiert den durch den Kernbetrieb generierten Barmittelzufluss. Investoren und Analysten verwenden EBITDA für die Unternehmensbewertung (durch Anwendung eines branchenspezifischen Multiplikators — z. B. 6× EBITDA), für den Rentabilitätsvergleich zwischen Unternehmen mit unterschiedlichen Kapitalstrukturen sowie zur Beurteilung der Schuldenkapazität. Bei M&A-Transaktionen werden Kaufpreise häufig als EBITDA-Multiplikator ausgedrückt. Das bereinigte EBITDA rechnet einmalige oder nicht wiederkehrende Posten heraus. Kritiker — darunter Warren Buffett — weisen darauf hin, dass EBITDA Investitionsausgaben ignoriert und täuschend wirken kann, wenn Abschreibungen wirtschaftlich reale Kosten darstellen.
Das Verständnis von EBITDA ist für jeden unerlässlich, der an Unternehmenskäufen, -verkäufen oder -finanzierungen beteiligt ist. Bereiten Sie sich auf einen Unternehmensverkauf vor, werden Ihre Berater das Unternehmen wahrscheinlich anhand eines EBITDA-Multiplikators präsentieren. Ein Finanzberater oder M&A-Berater kann helfen, Ihr EBITDA zu verstehen, legitime Bereinigungen zu identifizieren und den Erlös bei verschiedenen Multiplikatoren zu modellieren.
Verfasst von James Chae — Mitgründer, Expert Sapiens
Geprüft März 2026