Finanzen und Buchhaltung
Definition
Der DSCR misst die Fähigkeit einer Immobilie oder eines Unternehmens, Schuldendienst aus dem Betriebseinkommen zu decken. DSCR = Nettobetriebsergebnis ÷ Gesamtschuldendienst. Ein DSCR über 1,0 bedeutet, dass das Einkommen die Schuldendienstzahlungen übersteigt. Kreditgeber fordern typischerweise einen DSCR von 1,20–1,25× oder höher für Gewerbeimmobiliendarlehen.
Für Gewerbeimmobilien: DSCR = NOI (Nettobetriebsergebnis) ÷ Jährlicher Schuldendienst. NOI = Bruttomieteinnahmen minus Betriebskosten (ohne Schuldendienst). Jährlicher Schuldendienst = Tilgungs- und Zinszahlungen für das Jahr. Ein DSCR von 1,25 bedeutet, dass die Immobilie 25 % mehr Einkommen generiert, als zur Deckung des Schuldendienstes benötigt wird — ein Puffer gegen Leerstand oder Kostensteigerungen. Kreditgeber verwenden den DSCR als primären Zeichnungsmaßstab: Die meisten Gewerbeimmobilienhypotheken erfordern 1,20–1,30×. Bei Geschäftskrediten berechnen Kreditgeber den DSCR mit EBITDA oder Cashflow: DSCR = EBITDA ÷ Schuldendienst. Investoren optimieren das NOI (durch höhere Mieten, geringeren Leerstand, Kostenkontrolle), um den DSCR zu verbessern und höheren Fremdkapitaleinsatz zu ermöglichen.
Der DSCR bestimmt, wie viel Finanzierung Sie für eine Immobilie oder ein Unternehmen erhalten können. Das Verständnis Ihres DSCR vor dem Gang zu Kreditgebern ermöglicht es Ihnen, die Kapitalstruktur zu optimieren, Immobilien zu identifizieren, die Ihr Zielvolumen erfüllen, und Überraschungen im Zeichnungsprozess zu vermeiden.
Verfasst von James Chae — Mitgründer, Expert Sapiens
Geprüft März 2026