Finanzen und Buchhaltung
Definition
Die Abschreibung auf Sachanlagen ist der buchhalterische Prozess, die Anschaffungskosten eines materiellen Vermögenswerts (Maschinen, Fahrzeuge, Gebäude) über seine Nutzungsdauer zu verteilen. Anstatt den vollen Betrag im Anschaffungsjahr aufzuwenden, werden die Kosten auf mehrere Jahre verteilt.
Die häufigste Methode ist die lineare Abschreibung: Anschaffungskosten abzüglich Restwert geteilt durch die Nutzungsdauer. Eine Maschine im Wert von 50.000 Euro mit zehn Jahren Nutzungsdauer und keinem Restwert erzeugt eine jährliche Abschreibung von 5.000 Euro. Beschleunigte Methoden wie MACRS (nach IRS-Vorgaben für US-Steuerzwecke) und degressive Abschreibung konzentrieren höhere Abschreibungsbeträge auf die frühen Jahre. Sonderabschreibungen und Section-179-Wahlrechte ermöglichen es Unternehmen, qualifizierende Anlagegüter sofort steuerlich geltend zu machen — ein bedeutendes Steuerplanungsinstrument. Abschreibungen reduzieren das steuerpflichtige Einkommen, ohne den Cashflow zu beeinflussen (es handelt sich um einen nicht zahlungswirksamen Aufwand), weshalb sie beim EBITDA und in der Cashflow-Analyse wieder hinzuaddiert werden.
Abschreibungen haben reale steuerliche Auswirkungen — die Wahl der richtigen Methode und der richtige Zeitpunkt für größere Anlagekäufe kann steuerliche Abzüge erheblich beschleunigen. Sonderabschreibungen und Section-179-Wahlrechte sind wirkungsvolle Instrumente, bei deren Optimierung ein Steuerberater helfen kann.
Verfasst von James Chae — Mitgründer, Expert Sapiens
Geprüft März 2026