Finanzen und Buchhaltung
Definition
Die Kassenbuchführung erfasst Einnahmen bei Zahlungseingang und Ausgaben bei Zahlungsausgang — unabhängig vom Zeitpunkt des zugrunde liegenden Geschäftsvorfalls. Sie ist die einfachere der beiden Buchführungsmethoden und wird häufig von kleinen Unternehmen und Einzelunternehmern genutzt.
Bei der Kassenbuchführung spiegeln die Bücher ausschließlich tatsächliche Kontobewegungen wider. Einnahmen werden erfasst, wenn ein Kunde zahlt; Ausgaben, wenn der Scheck ausgestellt oder die Zahlung abgebucht wird. Diese Methode ist intuitiv und orientiert sich eng am Cashflow, was sie für Unternehmer ohne buchhalterisches Vorwissen leichter verständlich macht. Die Kassenbuchführung steht grundsätzlich Einzelunternehmern, LLCs und S-Corps mit einem durchschnittlichen Jahresumsatz unter 26 Mio. Dollar zur Verfügung. Ein Nachteil: Sie kann ein verzerrtes Bild der Rentabilität erzeugen — ein Unternehmen kann durch verzögerte Zahlungen in einem Monat profitabel erscheinen oder durch hohe Vorauszahlungen unrentabel wirken. Die Kassenbuchführung bietet steuerlich gewissen Spielraum bei der Steuerung von Einnahmen und Ausgaben.
Die Kassenbuchführung ist für viele kleine Unternehmen ausreichend, jedoch wird beim Wachstum, bei der Investorensuche oder bei der Anforderung genauerer Ertragsberichte der Wechsel zur periodengerechten Buchführung notwendig. Ein Buchhalter kann den richtigen Zeitpunkt für den Wechsel bestimmen und den Übergang begleiten.
Verfasst von James Chae — Mitgründer, Expert Sapiens
Geprüft März 2026