Finanzen und Buchhaltung
Definition
Die Mindestrendite ist die minimale akzeptable Rendite einer Investition, bevor ein Unternehmen oder Investor bereit ist, fortzufahren. Sie repräsentiert die Opportunitätskosten des Kapitals. Im Private Equity und Venture Capital ist die Mindestrendite die bevorzugte Renditeschwelle, die LPs erhalten müssen, bevor der GP Carried Interest erhält.
Bei der betrieblichen Kapitalallokation wird die Mindestrendite typischerweise auf oder über dem WACC festgelegt — oft mit einem Risikoaufschlag für projektspezifische Unsicherheit. Ein Unternehmen mit einem WACC von 8 % könnte eine Mindestrendite von 12 % für Akquisitionen festlegen, um das Umsetzungsrisiko zu berücksichtigen. Im Private Equity ist die Mindestrendite (üblicherweise 8 %) die jährliche Rendite, die LPs erhalten müssen, bevor der GP an Gewinnen durch Carried Interest beteiligt wird. Liegt die Fondsrendite bei 8 % oder darunter, erhält der GP nur Managementgebühren. Oberhalb der Mindestrendite werden Gewinne geteilt (typischerweise 80/20 nach einer Aufholbestimmung). Mindestrenditen schaffen Disziplin bei der Kapitalallokation: Die Anforderung, dass Projekte eine Mindestrendite überschreiten, verhindert Investitionen in marginal positive oder wertvernichtende Aktivitäten.
Die Festlegung einer angemessenen Mindestrendite ist eine der wichtigsten Kapitalallokationsentscheidungen eines Unternehmens. Zu hoch, und gute Projekte werden abgelehnt; zu niedrig, und Wert wird durch mittelmäßige Investitionen vernichtet. Ein Finanzberater oder Teilzeit-CFO kann helfen, Mindestrenditen nach Investitionsart festzulegen, Projektrenditen dagegen zu modellieren und einen disziplinierten Kapitalallokationsrahmen aufzubauen.
Verfasst von — Mitgründer, Expert Sapiens
Geprüft März 2026