Geschäftsstrategie
Definition
Due Diligence bezeichnet den Prozess der gründlichen Prüfung einer Person, eines Unternehmens oder eines Vermögenswerts vor dem Abschluss einer bedeutenden Transaktion oder Vereinbarung. Besonders häufig erfolgt sie im Rahmen von Fusionen und Übernahmen, Investitionen und Immobilientransaktionen.
Due Diligence ist die systematische Prüfung und Verifizierung von Informationen vor einer folgenreichen Entscheidung. Bei M&A-Transaktionen untersucht der Erwerber Jahresabschlüsse, Verträge, geistiges Eigentum, Kundenbeziehungen, Arbeitsverträge und Verbindlichkeiten des Zielunternehmens. Bei Immobilien umfasst die Prüfung Gutachten, Grundbuchrecherchen, Bebauungsrechtsprüfungen und Umweltgutachten. Bei Investitionen werden Managementteam, Marktchancen, Finanzkennzahlen und Wettbewerbsumfeld analysiert. Due Diligence ist typischerweise in rechtliche, finanzielle und operative Teilbereiche gegliedert, die jeweils von Spezialisten geleitet werden. Der Prozess deckt nicht offengelegte Verbindlichkeiten auf, verifiziert Angaben des Verkäufers und identifiziert Risiken, die sich auf Preis, Transaktionsstruktur oder einen Rückzug auswirken sollten. Unzureichende Due Diligence ist eine der Hauptursachen für das Scheitern von Unternehmenskäufen.
Auf Due Diligence zu verzichten oder sie zu überstürzen gehört zu den kostspieligsten Fehlern bei Unternehmenstransaktionen. Selbst bei kleineren Deals — Franchisekauf, Wettbewerbsübernahme oder bedeutende Lieferantenverträge — kann ein strukturierter Prüfungsprozess Probleme aufdecken, die die Entscheidung grundlegend verändern.
Verfasst von James Chae — Mitgründer, Expert Sapiens
Geprüft März 2026