Finanzen und Buchhaltung
Definition
Eine Bilanz ist ein Jahresabschluss, der das Vermögen, die Verbindlichkeiten und das Eigenkapital eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt zeigt. Sie folgt der Bilanzgleichung: Aktiva = Passiva + Eigenkapital. Sie ist neben Gewinn-und-Verlust-Rechnung und Kapitalflussrechnung einer der drei Kernabschlüsse.
Vermögenswerte gliedern sich in Umlaufvermögen (Kasse, Forderungen, Vorräte — innerhalb eines Jahres realisierbar) und Anlagevermögen (Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, langfristige Investitionen). Verbindlichkeiten gliedern sich in kurzfristige Verbindlichkeiten (Lieferantenverbindlichkeiten, kurzfristige Schulden, Rückstellungen — innerhalb eines Jahres fällig) und langfristige Verbindlichkeiten (Langzeitschulden, latente Steuerschulden). Das Eigenkapital entspricht Vermögen minus Verbindlichkeiten — es repräsentiert einbehaltene Gewinne und den Gesellschafterwert. Wichtige Bilanzkennzahlen umfassen den Liquiditätsgrad (Umlaufvermögen ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten), die Eigenkapitalquote und das Betriebskapital. Die Bilanz 'gleicht sich aus', weil jede Transaktion mindestens zwei Konten gleichermaßen beeinflusst — die Grundlage der doppelten Buchführung.
Die Bilanz zeigt, was ein Unternehmen besitzt, was es schuldet und wie es finanziert ist — eine Momentaufnahme der Finanzgesundheit, die die Gewinn-und-Verlust-Rechnung allein nicht liefern kann. Investoren, Kreditgeber und potenzielle Käufer prüfen sie, um Solvenz, Liquidität und Finanzrisiko zu beurteilen. Ein Buchhalter stellt sicher, dass Ihre Bilanz korrekt ist; ein Finanzberater hilft Ihnen, die zugrunde liegende Position zu optimieren.
Verfasst von James Chae — Mitgründer, Expert Sapiens
Geprüft März 2026