Verfasst von James Chae — Mitgründer, Expert Sapiens
Geprüft Juni 2026
Finanzen und Buchhaltung
Was ist Bilanz (Balance Sheet)?
Definition
Eine Bilanz ist ein Jahresabschluss, der das Vermögen, die Verbindlichkeiten und das Eigenkapital eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt zeigt. Sie folgt der Bilanzgleichung: Aktiva = Passiva + Eigenkapital. Sie ist neben Gewinn-und-Verlust-Rechnung und Kapitalflussrechnung einer der drei Kernabschlüsse.
Vermögenswerte gliedern sich in Umlaufvermögen (Kasse, Forderungen, Vorräte — innerhalb eines Jahres realisierbar) und Anlagevermögen (Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, langfristige Investitionen). Verbindlichkeiten gliedern sich in kurzfristige Verbindlichkeiten (Lieferantenverbindlichkeiten, kurzfristige Schulden, Rückstellungen — innerhalb eines Jahres fällig) und langfristige Verbindlichkeiten (Langzeitschulden, latente Steuerschulden). Das Eigenkapital entspricht Vermögen minus Verbindlichkeiten — es repräsentiert einbehaltene Gewinne und den Gesellschafterwert. Wichtige Bilanzkennzahlen umfassen den Liquiditätsgrad (Umlaufvermögen ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten), die Eigenkapitalquote und das Betriebskapital. Die Bilanz 'gleicht sich aus', weil jede Transaktion mindestens zwei Konten gleichermaßen beeinflusst — die Grundlage der doppelten Buchführung.
Warum es wichtig ist
Die Bilanz zeigt, was ein Unternehmen besitzt, was es schuldet und wie es finanziert ist — eine Momentaufnahme der Finanzgesundheit, die die Gewinn-und-Verlust-Rechnung allein nicht liefern kann. Investoren, Kreditgeber und potenzielle Käufer prüfen sie, um Solvenz, Liquidität und Finanzrisiko zu beurteilen. Ein Buchhalter stellt sicher, dass Ihre Bilanz korrekt ist; ein Finanzberater hilft Ihnen, die zugrunde liegende Position zu optimieren.