Verfasst von James Chae — Mitgründer, Expert Sapiens
Geprüft Juni 2026
Personal und Beschäftigung
Was ist Ungerechtfertigte Kündigung (Wrongful Termination)?
Definition
Eine ungerechtfertigte Kündigung liegt vor, wenn ein Mitarbeiter aus einem gesetzlich unzulässigen Grund entlassen wird — etwa aufgrund von Diskriminierung eines geschützten Merkmals, als Vergeltung für die Meldung von Verstößen oder als Verletzung eines Arbeitsvertrags.
In Bundesstaaten mit At-will-Employment können Arbeitgeber Mitarbeiter grundsätzlich aus jedem oder keinem Grund entlassen — aber nicht aus einem unzulässigen Grund. Ansprüche wegen ungerechtfertigter Kündigung entstehen aus: (1) Diskriminierung — Kündigung aufgrund von Rasse, Geschlecht, Alter, Behinderung, Herkunft, Religion, Schwangerschaft oder eines anderen geschützten Merkmals gemäß Title VII, ADEA, ADA oder staatlichem Recht; (2) Vergeltung — Entlassung eines Mitarbeiters für die Meldung von Belästigung, einen Arbeitnehmerentschädigungsanspruch, Whistleblowing oder die Inanspruchnahme von FMLA-Urlaub; (3) Vertragsverletzung — Verstoß gegen die Bedingungen eines schriftlichen Arbeitsvertrags oder in manchen Bundesstaaten implizierter Verträge; (4) Verletzung des Gemeinwohlgrundsatzes — Entlassung eines Mitarbeiters für Geschworenendienst, Wählen oder die Weigerung, illegale Handlungen vorzunehmen.
Warum es wichtig ist
Ungerechtfertigte Kündigungsklagen gehören zu den häufigsten und kostspieligsten arbeitsrechtlichen Risiken für Unternehmen. Bevor ein Mitarbeiter entlassen wird — insbesondere wenn dieser Beschwerden geäußert hat, Urlaub beantragt hat oder einer geschützten Gruppe angehört — kann ein Arbeitsrechtsanwalt oder HR-Berater das rechtliche Risiko einschätzen und sicherstellen, dass Dokumentation und Prozess eine anfechtbare Entscheidung stützen.