Finanzierung und Kapital
Was ist Vesting-Zeitplan (Vesting Schedule)?
Definition
Ein Vesting-Zeitplan legt den Zeitraum fest, über den Gründer, Mitarbeiter oder Berater das Eigentum an ihren Anteilen erwerben — in der Regel gebunden an die fortlaufende Tätigkeit im Unternehmen.
Der Standard-Vesting-Zeitplan bei Startups ist 4 Jahre mit einem einjährigen Cliff. Im ersten Jahr werden keine Anteile unverfallbar; 25 % werden am Ende des ersten Jahres unverfallbar; die verbleibenden 75 % vesten monatlich über die nächsten 3 Jahre. Das Cliff verhindert, dass Frühaussteiger substanzielle Anteile erhalten. Gründer können einem Vesting-Zeitplan unterliegen, wenn Investoren dies zur Sicherstellung der Anreizausrichtung verlangen; Mitarbeiter haben immer Vesting-Zeitpläne für Optionen oder RSUs. Bei M&A-Szenarien kann eine Single- oder Double-Trigger-Beschleunigung verhandelt werden, um Eigenkapitalgewinne zu schützen. Das Vesting ist eng mit der 83(b)-Wahl verbunden — diese muss zum Zeitpunkt der Gewährung eingereicht werden, nicht bei der Unverfallbarkeit.
Warum es wichtig ist
Vesting-Zeitpläne schützen sowohl das Unternehmen als auch die betroffenen Personen. Für Gründer ist es essenziell, den eigenen Vesting-Zeitplan vor der Unterschrift zu verstehen — einschließlich der Folgen, falls man vor dem vollständigen Vesting entlassen wird. Für Mitarbeiter kann die Frage, ob sich die Optionen bei einer Übernahme vollständig beschleunigen, einen erheblichen Unterschied bei den Erträgen machen. Ein Startup-Anwalt kann die Vesting-Bedingungen prüfen und helfen zu verstehen, was genau vereinbart wurde.