Vergleich
Notar vs Rechtsanwalt
Kurze Antwort
Ein Notar beglaubigt Unterschriften, beurkundet Dokumente und bestätigt die Identität von Unterzeichnern — er erteilt keine Rechtsberatung. Ein Rechtsanwalt gibt Rechtsberatung, entwirft Verträge und vertritt Mandanten. In Deutschland ist der Notar ein besonderer unabhängiger Träger eines öffentlichen Amtes, der für viele Transaktionen (Immobilien, Unternehmensrecht) gesetzlich vorgeschrieben ist — stärker als im angelsächsischen Recht.
Written by James Chae — Co-Founder, Expert Sapiens
Platform expertise: Legal services & attorney vetting · Reviewed March 2026
Reviewed by verified attorneys on Expert Sapiens
Wesentliche Unterschiede
Wann Sie Notar wählen sollten
- Sie kaufen oder verkaufen eine Immobilie — notarieller Kaufvertrag gesetzlich vorgeschrieben
- Sie gründen eine GmbH oder ändern den Gesellschaftsvertrag
- Sie schließen einen Ehevertrag oder Erbvertrag ab
- Sie benötigen eine beglaubigte Kopie eines Dokuments oder eine Unterschriftsbeglaubigung
Wann Sie Rechtsanwalt wählen sollten
- Sie benötigen Rechtsberatung zu Ihren Optionen vor einer Transaktion
- Sie sind in einem Rechtsstreit oder einer Verhandlung mit rechtlichen Risiken
- Sie benötigen jemanden, der ausschließlich Ihre Interessen vertritt
- Sie stehen vor einem arbeitsrechtlichen, familienrechtlichen oder strafrechlichen Problem
Fazit
In Deutschland sind Notar und Rechtsanwalt klar unterschiedliche Rollen mit unterschiedlichen Funktionen. Für beurkundungspflichtige Transaktionen brauchen Sie immer einen Notar. Für vorangehende Beratung und Interessenvertretung beauftragen Sie zusätzlich einen Rechtsanwalt — beide Rollen ergänzen sich bei wichtigen Transaktionen.