Skip to main content
    StartseiteCheckliste für die Beauftragung eines Experten für geistiges Eigentum

    Checkliste für die Expertenauswahl

    Checkliste für die Beauftragung eines Experten für geistiges Eigentum

    Der Schutz geistigen Eigentums bildet oft die Grundlage des langfristigen Unternehmenswerts — und früh gemachte Fehler sind teuer. Nutzen Sie diese Checkliste, um den richtigen IP-Anwalt oder -Berater für Ihre Bedürfnisse zu finden.

    James Chae

    Written by James Chae — Co-Founder, Expert Sapiens

    Platform expertise: IP law & patent services · Reviewed March 2026

    1Bevor Sie mit der Suche beginnen

    Klären Sie die Art des zu schützenden geistigen Eigentums (Marke, Patent, Urheberrecht, Geschäftsgeheimnis)

    Jede Art von geistigem Eigentum hat grundlegend unterschiedliche Verfahren, Zeiträume und Kostenstrukturen.

    Listen Sie alle Assets auf, die möglicherweise Schutz benötigen (Markennamen, Logos, Software, Erfindungen, Inhalte)

    Viele Gründer erkennen den Umfang dessen, was schützenswert ist, erst, wenn es zu spät ist.

    Führen Sie eine Recherche in den Datenbanken des Patent- und Markenamts durch, um zu prüfen, ob ähnliches geistiges Eigentum bereits registriert oder potenziell konfliktträchtig ist

    Eine grundlegende Recherche vor der Anmeldung kann erhebliche Anwaltskosten einsparen.

    Verstehen Sie die Expansionspläne des Unternehmens (Märkte, Produkte, international)

    Die IP-Strategie sollte mit der Wachstumskurve des Unternehmens übereinstimmen.

    Legen Sie ein IP-Budget für die nächsten 1–3 Jahre fest

    Geistiges Eigentum ist ein laufender Kostenfaktor — Patente haben Aufrechterhaltungsgebühren, Marken haben Verlängerungen.

    2Bewertung der Kandidaten

    Bestätigen Sie die Anwaltszulassung und die erforderlichen Qualifikationen (Patentanwälte müssen zugelassen sein)

    Patentanwälte müssen beim Patentamt registriert sein — nicht alle Anwälte sind das.

    Fragen Sie nach Erfahrung in Ihrer Branche (Software-Patente vs. mechanische Patente erfordern unterschiedliche Expertise)

    Patentansprüche für Software, Biotechnologie und Mechanik erfordern jeweils unterschiedliche spezialisierte Expertise.

    Fragen Sie nach den Antwortquoten auf Prüferbeanstandungen und der Erfolgsquote bei Anmeldungen

    Erste Anmeldungen werden oft abgelehnt — wie mit Prüferbeanstandungen umgegangen wird, unterscheidet gute IP-Anwälte.

    Klären Sie, ob sie auch Durchsetzung und Verteidigung übernehmen, nicht nur die Anmeldung

    Wenn Sie einer Verletzung gegenüberstehen, brauchen Sie jemanden, der ein IP-Portfolio sowohl aufbauen als auch verteidigen kann.

    Wenn Sie internationale Pläne haben, fragen Sie nach internationaler IP-Erfahrung

    Internationales geistiges Eigentum erfordert länderspezifische Anmeldestrategien und Netzwerke lokaler Anwälte.

    3Während des Engagements

    Fordern Sie ein schriftliches IP-Strategiememo an, das beschreibt, was wann und warum angemeldet werden soll

    Strategiedokumentation verhindert fragmentierten Schutz mit Lücken.

    Stellen Sie sicher, dass IP-Übertragungen von Gründern und Auftragnehmern frühzeitig abgeschlossen werden

    IP-Eigentum muss formell übertragen werden — mündliche Vereinbarungen halten nicht stand.

    Richten Sie Kalendererinnerungen für alle Anmeldefristen und Aufrechterhaltungsgebühren ein

    Das Verpassen von Fristen im IP-Recht kann zu einem dauerhaften Verlust des Schutzes führen.

    Bitten Sie nach jeder Anmeldung um eine allgemeinverständliche Zusammenfassung der Ansprüche

    Sie sollten klar verstehen, was Ihr geistiges Eigentum tatsächlich schützt.

    Dokumentieren Sie alle Geschäftsgeheimnisse durch ein internes Vertraulichkeitsprogramm

    Ohne aktive Schutzmaßnahmen geht der rechtliche Schutz von Geschäftsgeheimnissen verloren.

    4Zum Abschluss des Engagements

    Fordern Sie ein vollständiges IP-Register an (alle Anmeldungen, Status, wichtige Daten)

    Ein IP-Register ist unerlässlich für die Investoren-Due-Diligence und zukünftige Akquisitionen.

    Stellen Sie sicher, dass alle Originale von Übertragungen und Lizenzvereinbarungen sicher archiviert sind

    Die IP-Eigentumskette muss für Übertragungen oder Lizenzvereinbarungen nachweisbar sein.

    Bestätigen Sie, dass das IP-Eigentum korrekt in den Unternehmensdokumenten abgebildet ist

    Geistiges Eigentum, das den Gründern persönlich statt dem Unternehmen gehört, schafft ernsthafte Due-Diligence-Probleme.

    Identifizieren Sie IP-Lücken, die während dieses Engagements nicht abgedeckt wurden

    Zukünftige Investoren und Anwälte werden diese Lücken finden — kennen Sie sie, bevor es andere tun.

    Expertentipp

    Fragen Sie Ihren IP-Anwalt: 'Wenn es Ihr Unternehmen wäre, welche IP-Strategie würden Sie umsetzen?' Exzellente IP-Anwälte denken strategisch darüber nach, Portfolios aufzubauen, die Wettbewerber abschrecken, nicht nur Anmeldungen einzureichen.

    Warnsignale, auf die Sie achten sollten

    Reicht Anmeldungen ein, ohne eine Recherche zum Stand der Technik oder zu bestehenden Marken durchzuführen
    Empfiehlt nicht, IP-Übertragungen von Gründern und wichtigen Auftragnehmern abzuschließen
    Kann den Umfang Ihrer Ansprüche nicht in einfachen Worten erklären
    Konzentriert sich ausschließlich auf nationalen Schutz, ohne internationale Strategie zu besprechen
    Gibt keine Ratschläge zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen parallel zu formellen IP-Anmeldungen